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News / Druckerei Dörr strebt Sanierung an
Andreas Liebaug
20.07.2017  Wirtschaft
Druckerei Dörr strebt Sanierung an
Die zahlungsunfähige Druckerei Dürr in Püttlingen soll über ein Insolvenzverfahren gerettet werden. Dazu werden Investoren gesucht.
Die Druckerei Dörr will sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren. Einen entsprechenden Antrag stellte das Unternehmen mit Sitz in Püttlingen am 13. Juli beim Amtsgericht Saarbrücken. Das Amtsgericht bestellte Rechtsanwalt Andreas Liebaug von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Die 14 Mitarbeiter werden bis einschließlich August über das Insolvenzgeld abgesichert.
 
Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Druckerei Dörr seien allgemeine Umsatzrückgänge in der Branche sowie der enorme Preisdruck durch Online-Druckereien.
 
Dem vorläufigen Insolvenzverwalter ist es mittlerweile gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. "Dienstleister, Lieferanten und Mitarbeiter haben ihre Bereitschaft bekundet, eine Sanierung der Druckerei Dörr tatkräftig zu unterstützen. Einige Kunden haben sogar zusätzliche Aufträge platziert. Darauf bauen wir auf. Die Druckerei unterhält langjährige und enge Kundenbeziehungen und hat sich in den vergangenen Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitet. Das macht mich zuversichtlich, dass eine Sanierung gelingen kann", erklärt Liebaug.
 
Liebaug verschafft sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Druckerei und prüft Sanierungsoptionen: "Unser Ziel ist es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Dafür werden wir in den kommenden Wochen gezielt nach möglichen Investoren suchen." (kü)
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