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News / KBA feiert 200-jähriges Jubiläum
Die beiden Firmengründer Friedrich Koenig und Andreas Bauer
08.06.2017  Menschen
KBA feiert 200-jähriges Jubiläum
KBA feiert vom 21. bis zum 23. September 2017 das 200-jährige Bestehen. Dann soll es auch Neuheiten zur weiteren Strategie und zum Marktauftritt geben.
Die Zeiten haben sich geändert. Im frühen 19. Jahrhundert gab es in Deutschland noch keine risikofreudigen Geldgeber und kein industrielles Umfeld. Also reiste der gelernte Drucker und unermüdliche Erfinder Friedrich Koenig 1807 nach London, um seine Vision einer von einer Dampfmaschine angetriebenen Druckpresse umzusetzen. Dort traf er den Feinmechaniker Andreas Bauer und im November 1814 wurde "The Times" als erste Zeitung auf ihrer Doppelzylindermaschine produziert. Damit schufen die beiden die Basis für den industriellen Druck und den Zugang breiterer Bevölkerungsschichten zu Printmedien.

Am 9. August 1817 unterzeichneten Friedrich Koenig und Andreas Bauer den Gründungsvertrag der Schnellpressenfabrik Koenig & Bauer im Kloster Oberzell bei Würzburg. 1833 verstarb Friedrich Koenig. Seine Witwe Fanny Koenig und Andreas Bauer setzten sein Werk fort. 1860 ging die Gründerzeit der Firma mit dem Tod von Andreas Bauer zu Ende.

Die beiden Söhne Wilhelm Koenig und Friedrich Koenig jr. entwickelten neue Maschinen, modernisierten die Betriebsabläufe und führten soziale Neuerungen ein. Die erste Hochdruck-Rollenrotation lieferte Koenig & Bauer 1876 nach Magdeburg. 1886 kreierte Wilhelm Koenig die variable Rotationsmaschine, 1888 die erste Vierfarben-Rotation und Spezialmaschinen für luxuriöse Drucksachen. Zusätzlich beschäftigte er sich mit dem Wertpapierdruck.
 
Von 1895 bis in die 1920er Jahre, standen Albrecht Bolza, ein Enkel des Gründers, und Constantin Koenig an der Spitze. Nach dem 1. Weltkrieg erwarb sich Hans Bolza, ein Urenkel Friedrich Koenigs, bei der Wiederherstellung abgerissener Auslandsbeziehungen große Verdienste. Er wurde 1920 in den Vorstand des in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Unternehmens berufen und war von 1931 bis 1971 Vorstandsvorsitzender.

Ein weiterer Meilenstein war 1951 der Eintritt des jungen Konstrukteurs Hans-Bernhard Schünemann aus einer Bremer Verlegerfamilie. Von 1971 bis 1995 war Bolza-Schünemann fast 25 Jahre lang Vorstandsvorsitzender und Initiator der ab 1990 entstehenden KBA-Gruppe. Anschließend leitete sein enger Partner, der langjährige Finanzvorstand Reinhart Siewert erfolgreich das Unternehmen. Nach der Jahrtausendwende folgten Albrecht (2003 - 2009) und Claus Bolza-Schünemann (seit 2011) als Vertreter der sechsten Familien-Generation an der Spitze des Vorstands.

Heute werden mit analogen und digitalen KBA-Technologien Banknoten, Blechdosen, Bücher, Broschüren, Displays, Dekore, Etiketten, Glas- und Kunststoffbehälter, Karton- und Folienverpackungen, Kataloge, Laminate, Magazine, Reifen, Kabel, Smart Cards, Werbeflyer, Zeitungen und mehr bedruckt, veredelt und teilweise weiterverarbeitet. Dabei kommen fast alle gängigen Verfahren zum Einsatz. (kü)
 
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