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21.04.2017  Wirtschaft
Gefährdeter Aufschwung
Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung stellte heute seine aktualisierten Prognosen für 2010 und 2011 vor. Die zeitgleichen Sparprogramme der europäischen Regierungen bedrohen demnach den zarten Aufschwung.
Die Rezession ist wohl vorbei. Auch im dritten Quartal 2010 soll die deutsche Wirtschaft nach der Prognose des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) weiter wachsen. Auf das Jahr 2010 hochgerechnet erwartet das IMK ein Wachstum von zwei Prozent.

Der wissenschaftliche Direktor des IMK Gustav Horn stellte die Prognose seines Instituts heute in Berlin der Presse vor. Horn warnte aber auch eindringlich vor der Gefahr für die Konjunktur, die von den zeitgleichen, massiven Sparpaketen der europäischen Staaten für den weiteren Aufschwung ausgehen. Durch das parallele Zudrehen des Geldhahns bestehe die Gefahr, dass der Aufschwung abbricht. Gerade die exportorientierte deutsche Wirtschaft sieht Horn hier in Gefahr. Daher prognostiziert das IMK ab der zweiten Jahreshälfte und besonders in 2011 ein Abschwächen des Aufschwungs.

Die Arbeitslosigkeit wird weiter zurückgehen. Der Grund ist allerdings weniger, dass mehr Arbeitslose in Lohn und Brot kommen. Vielmehr werden die Angestellten, die in der Krise ihren Job behalten haben, die wachsenden Aufträge durch Mehrarbeit auffangen müssen. Zugleich sinkt allerdings aus demografischen Gründen die Zahl der verfügbaren Arbeitnehmer, was zu einem Absinken der Arbeitslosenzahlen um rund 200.000 Personen führt.
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