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29.03.2010  Wirtschaft
Rekord-Verlust in 2009
Der Druckmaschinenbauer, der 2006 an die Allianz-Tochter ACP verkauft wurde, hat im vergangenen Jahr nach Angaben des Versicherungskonzerns einen Verlust von 242,8 Millionen Euro erwirtschaftet.
Die Allianz-Angabe zum Verlust der Manroland AG findet sich in der "Liste des Anteilsbesitzes der Allianz SE zum 31. Dezember 2009 gemäß § 285 Nr. 11 HGB", die am 19. März veröffentlicht wurde. Demnach lag das Ergebnis von Manroland im Jahr 2009 bei exakt -242,81 Millionen Euro. Das Eigenkapital wird auf 288,77 Millionen Euro beziffert, die Rückstellungen für Restrukturierungskosten auf 87 Millionen Euro. Eine Bestätigung dieser Zahlen durch den Manroland-Vorstand steht noch aus.

Manroland hatte Mitte 2009 intensive Fusions-Gespräche mit der Heidelberger Druckmaschinen AG geführt, die offiziell allerdings nie bestätigt wurden. Im Herbst 2009 wurden die Verhandlungen überraschend beendet. Die Interpretationen der Fachleute über den Grund dieses Abbruchs gehen weit auseinander, viele Beobachter vermuten jedoch, dass Manroland die Gespräche abbrach, weil der Mehrheitseigner Allianz zu hohe Risiken angesichts der roten Zahlen von Heidelberg sah.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hatte für die ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2009/10 einen Umsatz von 1,59 Milliarden Euro gemeldet – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 28 Prozent. Der Betriebsverlust in den ersten drei Quartalen lag nach Angaben des Vorstands bei 141 Millionen Euro.

Clemens von Frentz
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