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News / Der Versandhandel braucht Kataloge
25.10.2009  Wirtschaft
Der Versandhandel braucht Kataloge
Dem Katalog kommt auch im Zeitalter des E-Commerce eine hohe Bedeutung zu. Darauf weist der Bundesverband Druck und Medien im Zusammenhang mit der Insolvenz von Quelle hin und betont die existenzielle Bedeutung der Katalogproduktion für den Versandhandel.
"Entscheidend ist die richtige Strukturierung der Kataloge entsprechend den Anforderungen des Marktes", sagt Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer in Wiesbaden. Nach vielen Studien, zum Beispiel von TNS-Infratest, schauen drei von vier Online-Käufern zunächst in den Katalog und bestellen dann online.

Trotz der Geschäftsmöglichkeiten im Internet bleibt der gedruckte Katalog nach Auffassung des bvdm Herzstück für den Verkauf im Versandhandel. Die hohe Bedeutung der Katalogproduktion für den Versandhandel belegen auch die Wirtschaftszahlen: 2008 betrug der Anteil der Kataloge am Produktionsvolumen der deutschen Druckindustrie von 18,4 Milliarden Euro 7,1 Prozent.

Ein wachsender Markt

Allein in den vergangenen fünf Jahren seit 2003 ist die Katalogproduktion um 12,8 Prozent gewachsen. Nach der TNS-Infratest-Studie aus 2009 nutzen 70 Prozent der Online-Käufer Kataloge. Der Versandhandel insgesamt wächst seit 1986 kontinuierlich, zuletzt im Jahr 2008 um plus 3,6 Prozent. Trotz Krise wird für 2009 ein weiteres Wachstum von 1,7 Prozent erwartet.

Insgesamt haben sich Erscheinungsbild und -zyklen des klassischen Kataloges in den vergangenen Jahren stark verändert. Kataloge werden von werbetreibenden Unter­nehmen zielgruppenorientierter und häufiger publiziert. Ein klarer Trend ist die personalisierte Ansprache.

"Freilich verliert die Druckindustrie durch die Quelle-Insolvenz einen wichtigen Kunden. Nach Einschätzung des bvdm werden die betroffenen Druckereien diesen Verlust aber ausgleichen, weil sie ausgesprochen leistungsfähig und international aufgestellt sind. Sie gehören zu den größten Druckunternehmen in Europa", heißt es vom Verband. (kü)
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