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28.04.2017  Wirtschaft
Trotz Krise auf Wachstumskurs
Über 400 Gäste kamen nach Radeburg bei Dresden, als die Druckerei Vetters ihre neue 16-Seiten-Rollenoffset-Anlage von Manroland in Betrieb nahm. Prominentester Gast war der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. (Mit Bildergalerie)
Vor nahezu zwei Jahren ging Vetters mit einer neuen Polyman in den Rollenoffsetmarkt für 16-Seiten-Produkte. Nun wurde mit der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Rotoman 55 die Kapazität für 16-Seiten-Produkte mehr als verdoppelt.

An solchen Tagen treffen sich Kunden und potentielle Kunden, Druckerkollegen, Lieferanten und Dienstleister in der Druckerei zu einer Open-House-Veranstaltung – auch das ist langjährige Tradition. Dass ein sächsischer Ministerpräsident höchstpersönlich den Startknopf drückt und die feierliche Inbetriebnahme der Rotoman 55 vornimmt, ist dagegen neu.


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Stanislaw Tillich ließ es sich denn auch nicht nehmen, die Investitions-Entscheidung des ostdeutschen Druckdienstleisters in seiner Ansprache angemessen zu würdigen. "Unternehmen, die durchgestartet sind, risikobereit und doch bodenständig und mit Augenmaß: Das sind die 'krisenresistenten', auf die man sich langfristig verlassen kann", so Tillich, "keine 'StartUps' mit hoch fliegenden Träumereien, keine New Economy für die schnelle Mark, keine 'Nieten in Nadelstreifen', für deren Spekulationen wie für deren Luxus jetzt der Steuerzahler aufkommt."

Vetters zählt laut Tillich zu den Betrieben, die "die wachsen statt zu wuchern, die Steuern zahlen statt zu fordern, die sukzessive immer mehr Menschen in Arbeit bringen, die Lehrlinge suchen statt ablehnen, die unter uns leben statt in Steueroasen, die ihre Gewinne lieber in ihre Unternehmen vor Ort investieren statt in Luxus und Pomp".

**break**Bei Vetters sieht man an diesem Tag trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes mit Optimismus, ohne Angst und ohne Verunsicherung in die Zukunft. Die Entwicklung geht weiter. Bei Vetters will man sie auch künftig nicht nur nachvollziehen, sondern aktiv mitgestalten.

Manch einer versucht, vor der Krise zu fliehen, manch einer möchte sich gern einigeln. Andere schwimmen mit dem Strom. Nur einige wenige stellen sich der Krise mit Ideen und Kraft entgegen. Jürgen Vetters, geschäftsführender Gesellschafter gehört dazu.

Vetters: "Wir wollen uns in der Krise stark machen für künftige Zeiten. Dazu gehören gute Ideen, Kreativität, Willensstärke, Stehvermögen, etwas Kapital und Bonität. All das ist bei uns vorhanden. Und so tut es nicht Wunder, wenn in Radeburg mitten in der Krise die Produktionskapazitäten unseres Unternehmens um ein neues, hochmodernes Zugpferd erweitert werden."

Die Druckerei Vetters ist schon lange nicht mehr der "No-Name" aus dem Osten, sondern einer der modernsten Anbieter von gedruckter Kommunikation im Bereich Acht- und 16-seitigem Rollenoffset. Man kennt Vetters heute von Flensburg bis zum Bodensee (auch auf der Schweizer Seite).

Was ist das Geheimnis dieses Erfolges? Anders gefragt: Was sind die Gründe dieses seit Jahren anhaltenden Erfolges? Denn Geheimnisse gibt es hier keine.

Wichtig für den Erfolg ist auch die Tatsache, dass die Druckerei Vetters ein Familienbetrieb ist. Vom Schwiegervater des jetzigen Geschäftführers 1949 gegründet, waren hier in den ersten Jahrzehnten viel mehr Familienmitglieder als heute tätig.

**break**Doch vieles von dem, was einen Familienbetrieb ausmacht, findet man noch heute hier wieder. Es geht trotz der Größe immer noch fast familiär zu. Man kennt einander persönlich, man arbeitet miteinander, man diskutiert kritisch aber konstruktiv und man feiert auch miteinander. Die Familie wird gegenwärtig im Unternehmen durch Jürgen Vetters (Geschäftsführer), Ehefrau Rita (Lohnbuchhaltung) und durch die Söhne René und Rico (beide Verkaufsinnendienst) repräsentiert.

Und auch das gehört zu Vetters: In einer Unterstützungskasse, dem Versorgungswerk Rödertal e.V., können langjährig Beschäftigte günstig ihr Altersvorsorgepaket wirkungsvoll ergänzen.

Einerseits ist es sicherlich ein Stück Historie, das zum Erfolg beigetragen hat. Aber auch nur der Teil der Historie, der beflügelt – nicht der Teil, der die für ewig gegossene Tradition verkörpert. Die Druckerei Vetters ist nach wie vor sehr stolz darauf, ein Handwerksbetrieb zu sein, und stolz darauf, der einzige Handwerksbetrieb mit Rollenoffsetmaschinen zu sein.

Ein gehöriges Maß an Bodenständigkeit gehört ebenfalls dazu. Hier steht man zum Standort Radeburg. Von hier aus wird nichts ins Ausland verlagert. Hier werden seit Jahren zunehmend Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

2008 wurde die Druckerei Vetters als hervorragender Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Seit 1989 wurden hier 60 Azubis ausgebildet, davon konnten 40 übernommen werden; 20 weitere stehen derzeit in vier Ausbildungsberufen noch in der Ausbildung.

Was ist bei Vetters anders als bei anderen Druckern? Es wird eigentlich nur das gemacht, was auch alle anderen machen könnten. Aber: Erstens: Es wird gemacht. Zweitens: Es wird professionell gemacht. Drittens: Es wird in aller Konsequenz bis zum Ende gedacht und dann gemacht. Viertens: Der Prozess wird langfristig und operativ mit zum Teil individuellen Zielvorgaben geführt und konsequent auf Erfolg kontrolliert. Und auch das gehört dazu: Fünftens: Es wird regelmäßig alles in Frage gestellt und auf Verbesserungsmöglichkeiten hin untersucht.

Hohe und höchste Leistungsansprüche werden gestellt, an sich selbst und alle Geschäftspartner gleich an welcher Stelle sie im Prozess stehen. Zertifizierung nach ISO 9002, Erstzertifizierung nach Prozess-Standard Offsetdruck (PSO) 2007, SID-Maschinenabnahmen – das gehört selbstverständlich dazu.

Das Wichtigste sind aber die 90 Macher – vom Geschäftsführer, über die Prokuristen, Meister, Facharbeiter, Azubis bis hin zu den Aushilfen, jeder an seinem Platz ohne wenn und aber ein Profi. Das ist das Erfolgsrezept oder vielleicht das Geheimnis der Vetters-Story.
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