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23.04.2017  Wirtschaft
Drei neue Maschinen für 2,7 Millionen Euro
Trotz der anhaltenden Konjunkturflaute investiert die süddeutsche Raff-Gruppe weiter in den Ausbau ihrer Ausstattung. Die Sechsfarben-Feldtestmaschine wird gegen eine neue Heidelberger XL 105 mit Lackwerk getauscht, und Sammelhefter und Schneidmaschine werden durch effizientere Modelle ersetzt.
Bei der Ersatzinvestition für die erste Heidelberger XL-Druckmaschine handelt es sich um eine neue Speedmaster XL 105 mit Lackwerk. Die neue Maschine wird über einen so genannten Prinect Press Center verfügen. Ein Wallscreen (Wandschirm) dient als Informationszentrale.

Mit dieser Ausrüstung lässt sich die Maschine laut Raff perfekt steuern und ermöglicht eine optimale Abstimmung der Farbe nach ISO 3664 bieten. Die Drucker erhalten einen Touchscreen für mehr Komfort.

Auch verfügt die Maschine über eine sehr innovative, prozessorientierte Bedienerführung. Während der Produktion bietet die neue Druckmaschine ein perfektes Datenmanagement und ein fortschrittliches Betriebsdatenerfassungssystem an.

Ausgerüstet mit dem neuesten Inline Farb- und Registerregelungs-System Prinect Inpress Control erreicht Raff ohne weiteren Aufwand den höchsten Automatisierungsgrad im Bogenoffset. Über die Informationszentrale erfolgen die Umschaltung zwischen Normal- und Vario-Betrieb, die Kurzfarbflussschaltung für niedrige Farbbelegung, die schaltbare Verreibung der Farbauftragswalze in unterschiedlichen Gruppen und die Feuchtwerkschaltung mit und ohne Kontakt zum Farbwerk.

Separate Duktor- und Farbwerktemperierung für eine konstante Farbführung und feinste Dosierung sind ebenfalls integriert. Das Kammerrakel-System des Lackiersystems sorgt für ein noch weiter verbessertes und gleichmäigeres Lackierergebnis. Für ein perfektes Lackierergebnis lässt sich die Pressungsbeistellung einseitig und parallel von Lackform- zu Druckzylinder beziehungsweise Rasterwalze zu Lackformzylinder via Press Center vornehmen.

Seiten-, Umfangs- und Diagonalregister sind ebenfalls fernbedienbar. Der Lackformzylinder kann für optimale Bogenführung bei Nichtverwendung des Lackierwerks ausgekoppelt werden. Der Preset Plus Ausleger ermöglicht höchstpräzise Stapelbildung bei kürzesten Rüstzeiten durch die Übernahme von Voreinstelldaten.

**break**Mit den zeitgleichen Investitionen in eine neue Schneidemaschine und in einen neuen Sammelhefter vom Typ Stitchmaster 450 aus dem Hause Heidelberg will Raff seine Produktivität bei allen Auflagen ausweiten und für mehr Nettoleistung und eine erhöhte Wirtschaftlichkeit seiner Buchbinderei sorgen.

Der weitreichende Automatisierungsgrad des neuen Sammelhefters erlaubt es, auch mit kleinen Auflagen und häufigem Auftragswechsel durch kurze Rüstzeiten profitabel zu arbeiten. Diese Flexibilität gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, mit breitem Anwendungsspektrum zeitnah auf die Marktanforderungen zu reagieren.

Die Maschine bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten durch eine Auswahl fahrbarer Anlegertypen. Beim Bogenanleger stehend werden die Falzbogen vertikal zugeführt. Der Vorteil: Der Stapeldruck - und damit das Markierungsrisiko - ist deutlich reduziert. Der Bogenanleger liegend wird vorzugsweise bei Falzbogen mit geringerer Eigenstabilität zur horizontalen Beschickung des Stitchmaster ST 450 eingesetzt.

Der Stitchmaster 450 ist auch für die Zukunft gut konfiguriert. So kann Raff einen oder mehrere Warenprobenkleber einsetzen - ganz nach den Erfordernissen der Aufträge, falls eine solche Zusatzinvestition notwendig werden sollte. Diese sind mobil und lassen sich dann einfach an die entsprechenden Stellen der Sammelkette anstellen, an denen die Booklets, Karten, Warenproben, CDs oder Ähnliches aufgebracht werden sollen.

Auch im Jahr 2009 sieht die Raff Gruppe positiv in die Zukunft, trotz aller Schwierigkeiten im Markt. Die Unternehmensgruppe sieht sich für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet.

Volker Jansen, Mitglied der Geschäftsleitung: "Eine Krise bietet viele Chancen. Auch auf Kundenseite beobachten wir ein gesteigertes Interesse gerade jetzt nach neuen Lieferanten und kostenoptimierten Lösungen Ausschau zu halten. Die Umorientierungsbereitschaft der Printeinkäufer ist 2009 größer als sie noch 2008 war. Mit den neuen Investitionen ist unsere Gruppe noch besser aufgestellt, um unseren Kunden von der Fotographie bis hin zum personalisierten Einzelversand hochqualitative Komplettlösungen anzubieten, die gegenüber herkömmlichen Einkaufslösungen bei unterschiedlichen Anbietern für Einkäufer Kosteneinsparungen und eine bessere Qualitätssicherung bedeuten."

Die Raff-Gruppe wurde 1974 vom gelernten Schriftsetzer Dieter Raff als Zwei-Mann-Betrieb in einer Garage gegründet und erzielte im Jahr 2007 bereits einen Außenumsatz von 24 Millionen Euro. Der Personalkostenanteil liegt laut Raff unter 30 Prozent. Rund 130 Mitarbeiter sind derzeit fest angestellt, darunter ein halbes Dutzend Auszubildende. Zudem werden bis zu 100 Aushilfen beschäftigt. Vom Umsatz her stuft sich die Gruppe unter den 100 größten Druckereien  und unter den 50 größten Druckereidienstleistern Deutschland ein. (red)
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