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09.03.2009  Wirtschaft
Vorstand setzt auf verschärftes Sparen
Der Computer- und Drucker-Hersteller Hewlett-Packard sieht derzeit keine Zeichen für eine Besserung der Konjunktur. Daher will CEO Mark Hurd noch stärker sparen als geplant und die Kosten um mehr als eine Milliarde Dollar senken. Unterdessen kam es auf der Cebit zu Protesten gegen den Konzern.
Zur Begründung für seine Pläne sagte Konzernchef Hurd am vergangenen Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in San Francisco, es sei am Markt gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs keine Verbesserung zu beobachten. Er rechne damit, dass der Rest des Jahres ähnlich schwierig wird wie die ersten drei Monate.

Für das komplette Geschäftsjahr 2009/10 erwartetet HP nach Prognosen von Mitte Februar nur noch einen Gewinn von 3,76 bis 3,88 Dollar pro Aktie, nachdem der Vorstand zuvor noch eine Größenordnung von 3,88 bis 4,04 Dollar pro Aktie genannt hatte. Auch für den Umsatz wurden die Prognosen nach unten korrigiert; hier erwartet der Konzern einen deutlichen Rückgang auf 112,5 bis 116 Milliarden Dollar.

Ob auch mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen ist, ließ Hurd unbeantwortet. HP hatte kürzlich bereits im Zusammenhang mit der Übernahme des IT-Servicespezialisten EDS mehrere tausend Stellen gestrichen. Die Akquisition war nach der Compaq-Übernahme durch HP im Jahr 2002 mit einem Volumen von rund 13,9 Milliarden Dollar die zweitgrößte Fusion in der Geschichte der IT-Industrie gewesen.

Aus Protest gegen die Rationalisierungs-Maßnahmen hatten sich auf der Cebit, die am gestrigen Sonntag endete, mehrere hundert EDS-Beschäftigte zu einer Protestaktion eingefunden. Bei EDS Deutschland kämpfen die Arbeitnehmervertreter seit einem dreiviertel Jahr um einen Haustarifvertrag und gegen die geplanten Stellenstreichungen, denen etwa ein Viertel der bislang 4.200 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen. (red)
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