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News / Kahlschlag an der Kieler Förde
25.04.2017  Wirtschaft
Kahlschlag an der Kieler Förde
Am Donnerstag wurde es offiziell – Kodaks Graphic Communications Group (GCG) baut am Standort Kiel erneut zahlreiche Stellen ab. 100 Mitarbeiter der rund 160-köpfigen Belegschaft müssen gehen.
Nach Informationen der "Kieler Nachrichten" (KN) hat sich der Konzern bereits mit dem Betriebsrat geeinigt und einen Sozialplan für die betroffenen Arbeitnehmer ausgearbeitet. Dem Vernehmen nach soll der Stellenabbau bis September 2009 abgeschlossen sein.

Die Maßnahme trifft vor allem die Mitarbeiter in der Entwicklung. Bislang waren es rund 100, künftig sollen es nur noch 15 sein. Damit wird auch ein großer Teil der bisherigen GCG-Räumlichkeiten im Kiwi Tower (Gewerbegebiet Kiel-Wik) überflüssig. Laut "KN" werden nun für die über 9.000 Quadratmeter große Halle, die Kodak erst vor vier Jahren bezogen hatte, Nachmieter gesucht.

Ganz überraschend kommt die nun beschlossene Restrukturierung nicht, da der Druckmaschinen-Standort Kiel in der Vergangenheit bereits mehrfach Rückschläge hinnehmen musste. Ursprünglich sollte hier die Fertigung digitalen Nexpress-Farbdruckmaschine stattfinden, die die Heidelberger Druckmaschinen AG seit 1997 zusammen mit Kodak entwickelt hatte.

Diesen Plan gab Heidelberg jedoch Ende 2002 wieder auf und verlagerte die Nexpress-Fertigung ins amerikanische Rochester, was den Verlust von über 700 Stellen in Kiel nach sich zog. 2004 übernahm Kodak dann den kompletten Digitaldruck von Heidelberg und fusionierte drei Jahre später die Kieler Nexpress GmbH mit einer Kodak-Tochter im Harz-Ort Osterode. (red)
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