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23.04.2017  Wirtschaft
Ziel: Kapazitäten herunterfahren
„Es gibt ein deutlich schlechteres Jahr“, so lautet das Fazit von Kai Büntemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter der Kolbus GmbH & Co. KG und Vorsitzender des Vorstandes des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik (VDMA), anlässlich der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Im rückläufigen Weltmarkt konnten deutsche Hersteller ihren Marktanteil steigern.
Der Fachverband Druck- und Papiertechnik legte am gestriegen Donnerstag seine Jahreszahlen vor. Demnach hat der Maschinenbau im Fachbereich Druck- und Papiertechnik das Jahr 2008 mit einem Auftragsminus von 22 Prozent abgeschlossen.

Dem Bericht zufolge fiel die Produktion bis zum 3. Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf ein Volumen von rund 6.3 Milliarden Euro. Der Inlandsmarkt wies bis September 2008 noch ein Auftragsplus vom 3 Prozent auf und stürzte im 4. Quartal mit einem Minus von 60 Prozent förmlich ab.

Die Statistik für Maschinen der Druckereitechnik weist nach Angaben des Berichtes einen Rückgang der Produktion im Zeitraum von Januar bis September von minus 3,4 Prozent auf. Die Umsätze zeigen mit minus 13 Prozent noch stärker nach unten.

Die Druckereitechnik ist mit einer hohen Exportquote extrem auf das Wachstum außereuropäischer Länder angewiesen. Die Exporte bis November fielen um 13.7 Prozent auf ein Volumen von knapp 3,6 Milliarden Euro, die Quote lag 2008 bei 75 Prozent.
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 Wichtige Ausfuhrländer sind neben den EU-Ländern mit 43 Prozent, Asien (24 Prozent) und Nordamerika (12,5 Prozent). Wichtigste Einzelmärkte sind USA, China und Italien. Erstmals habe sich Indien unter die wichtigsten Absatzmärkte eingereiht und liegt an siebter Stelle.

Die deutschen Hersteller konnten – bei aller Dramatik des rückläufigen Weltmarktes – ihren Marktanteil auf fast 42 Prozent steigern. Die japanischen Hersteller seien besonders betroffen und fielen mit 11,6 Prozent zurück. Danach folgen Hersteller aus den USA, den Niederlanden und der Schweiz.

Der Maschinenbau für die Branche beschäftigt 50.000 Mitarbeiter. Trotz des Abbaus von Arbeitszeitkonten und Überstunden sowie Kurzarbeit, rechnet der VDMA mit einem Stellenabbau von rund 10 Prozent.

Das Ziel sei es “die Kapazitäten herunterzufahren“, so Büntemeyer. In den nächsten 12 Monaten rechnen die Hersteller von Druck- und Papiertechnik mit einer negativen Geschäftsentwicklung. Dies gelte ebenfalls für das Exportgeschäft. Die aktuelle Kapazitätsauslastung betrage 72,3 Prozent.

Für 2009 rechnet der VDMA mit einem Umsatzrückgang von 21 Prozent. 
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