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25.04.2017  Wirtschaft
Rettung in Sicht
Wenn alles läuft wie geplant, dann werden im April 2009 die Gesellschafter Dorothy Stumme und Andreas Bauer mit einer neu gegründeten Auffanggesellschaft die Vermögensgegenstände der insolventen Druckerei erwerben.
Bei Neef+Stumme in Wittingen sieht alles nach einem Happy End aus, das teilte der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Bauer Druck&Medien heute auf Nachfrage mit. Das Unternehmen musste am 21. Januar beim zuständigen Amtsgericht Gifhorn einen Insolvenzantrag stellen. Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatten die Gesellschafter Dorothy Stumme und Andreas Bauer ihre Bereitschaft erklärt, sich an einer Lösung auch mit privatem Kapital beteiligen zu wollen.

Knapp vier Wochen später sieht es nun aus, als würde es so kommen: Die Gesellschafter arbeiten zurzeit an einem Asset Deal, bei dem eine von ihnen gegründete neue Gesellschaft, die Vermögensgegenstände der insolventen Neef+Stumme GmbH wie die Betriebsimmobilie, die Maschinen und die Geschäftsausstattung erwirbt und die neue alte Firma dann ohne die Altschulden fortführt. Auch die meisten Mitarbeiter dürfen auf eine Übernahme hoffen.

Neben dem direkten Einsatz ihres Kapitals wollen die Gesellschafter auch durch Bürgschaften Kredite der Banken für die weitere Betriebsführung teilweise absichern. Die Verhandlungen mit den Banken zu diesem Modell sind inzwischen weit fortgeschritten, "aber natürlich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Finanzierungszusagen", wie Andreas Bauer erklärt.

Finanzinvestoren oder ein Einstieg eines anderen Unternehmens stehen nach Bauers Angaben im Augenblick nicht auf der Agenda.
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Ziel ist es am 31. März, wenn das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet werden soll, den Asset Deal vollzogen zu haben, so dass ein nahtloser Übergang in die neue Gesellschaft gelingt.

Das operative Geschäft läuft derweil nicht schlecht: Die Druckerei profitiert von der PKW-Abwrackprämie, da sie besonders viele Autounternehmen unter ihren Kunden hat, die besonders für ihre Kleinwagen plötzlich einen enormen Bedarf an Katalogen und anderen Drucksachen haben.

Von den Kunden ist bislang nur ein Verlag abgesprungen, der für Rund 2,5 Prozent des Umsatzes stand. Mit allen wichtigen Lieferanten wurden derweil neue Zahlungsvereinbarungen erzielt, und die Versorgung mit Papier, Farbe und anderen Werkstoffen ist sichergestellt. Bei keinem Auftrag kam es bislang zu Lieferverzögerungen.

Die Kapazitätsauslastung liegt im Rollenoffset und in der Sammelheftung aktuell unter der Erwartung, im Bogenoffset und in der Klebebindung arbeitet Neef + Stumme nahezu mit Vollauslastung.
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