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25.04.2017  Wirtschaft
Vorstand plant massives Sparprogramm
Nach einem Magazinbericht plant der Konzern Einsparungen von "mehreren hundert Millionen Euro". Diese sollen Anfang November bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal von CEO Bernhard Schreier verkündet werden. Die Aktie fiel am Donnerstag auf unter 7,50 Euro.
Die Folgen der Finanzkrise machen der Heidelberger Druckmaschinen AG offenbar deutlich mehr zu schaffen als bislang angenommen. Anfang November wird Vorstandschef Bernhard Schreier deshalb bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres weitere Sparnahmen verkünden. Dies berichtet das "manager magazin" in seiner November-Ausgabe unter Berufung auf Aufsichtsratskreise und das Management des Konzerns.

Weiterer Stellenabbau zu erwarten

Nach Angaben des Magazins plant das Unternehmen Einsparungen von "mehreren hundert Millionen Euro". Dabei werde es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Entlassungen kommen. Auch erwäge man die Kündigung des bestehenden Beschäftigungssicherungsvertrags, der mit dem Betriebsrat des Werkes Wiesloch bis 2012 vereinbart worden war.

Mitte 2008 hatte Schreier bereits ein erstes Sparprogramm im Umfang von 100 Millionen Euro aufgelegt. Damit waren allerdings keine Entlassungen verbunden.

Medienberichte über Ablösung von Kaliebe und Nusch

Vor einigen Tagen erst hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, nach denen Heidelbergs Finanzvorstand Dirk Kaliebe vorzeitig abgelöst werden soll. Nach Informationen der "Börsen-Zeitung"  soll auch Kommunikations-Chef Friedmar Nusch in absehbarer Zeit seinen Job verlieren.

Der Kurs der Aktie ist unterdessen weiter auf dem Weg nach unten. Am Donnerstag ging der Titel mit einem Schlusskurs von 7,40 Euro aus dem Xetra-Handel - ein Minus von über sieben Prozent im Vergleich zum Vortag. Damit ist der Gesamtwert des Unternehmes auf unter 600 Millionen Euro gefallen.

Angeheizt wird der dramatische Kursverfall von zahlreichen negativen Analysten-Statement. So gab es während der vergangenen Tage sowohl von Goldman Sachs als auch von UBS und JP Morgan Verkaufsempfehlungen. (cvf)
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