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28.04.2017  Wirtschaft
Seit Montag stehen die Maschinen
Der Betrieb der 1935 gegründeten Aachener Wilhelm Metz GmbH & Co. KG ruht seit Anfang der Woche. Die rund 40 Mitarbeiter haben kaum noch Hoffnung auf eine Weiterführung des Unternehmens.
Nachdem die Geschäftsführung der Druckerei Metz bereits am 10. Juli 2008 beim Amtsgericht Aachen Insolvenzantrag gestellt hatte, wurde der Betrieb der traditionsreichen Tiefdruckerei nun am Montag bis auf weiteres eingestellt. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Frank Wiedemann war es bislang nicht gelungen, einen Interessenten für das Unternehmen zu finden. Die "Aachener Nachrichten" zitieren Wiedemann mit den Worten, man habe "mit vielen Leuten gesprochen, aber es hat keiner angebissen".

Verschärft wurde die Situation auch dadurch, dass die Metz-Muttergesellschaft Ahauser Tiefdruck-Gravuren GmbH & Co. KG (ATG) vor einigen Tagen ihrerseits Insolvenzeröffnung beantragen musste. Geschäftsführer Alfons Lechtenberg begründete diesen Schritt mit "größeren Zahlungsausfälle bei ausländischen Kunden" und mit der Beendigung einer langjährigen Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden. Zudem sei der Markt für Druckerzeugnisse nach wie vor von ruinösen Preiskämpfen bestimmt, "wobei auch erhebliche Umsatzeinbrüche maßgeblich zur Verschärfung der Situation" beigetragen hätten.

ATG-Gründer und -Gesellschafter Clemens Effing war Ende der 90er Jahre Gesellschafter der Druckerei Metz geworden und hatte sich Ende Juni 2008 wieder aus der Geschäftsleitung zurückgezogen - wenige Tage vor Einreichung des Insolvenzantrags.

Hier finden Sie einen TV-Beitrag des WDR zur Metz-Insolvenz.


Clemens von Frentz
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