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27.04.2017  Wirtschaft
Käufer für Johler und Nord-Offset gefunden
Die Bemühungen von Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder hatten Erfolg, die zwei Druckbetriebe sollen von einem Wettbewerber aus Nordrhein-Westfalen übernommen werden.
Nach Informationen von Druck&Medien wird der Investor die zwei norddeutschen Betriebe am 1. September übernehmen, sofern bis dahin die letzten noch offenen Fragen geklärt werden. Damit sind die Unternehmen vorerst gerettet.

Bei Johler Druck war im April 2008 das Insolvenzverfahren eröffnet worden, nachdem die Arquana International Print & Media AG Anfang des Jahres wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise Überschuldung Insolvenzantrag gestellt hatte. Ebenfalls betroffen war die Kölner J.P. Bachem GmbH & Co. KG sowie die Servicegesellschaften Arquana Media GmbH in Pforzheim und die Arquana Sales GmbH in Neumünster. Der Nord Offset GmbH in Ellerbek und der Arquem GmbH in Neumünster dagegen blieb die Insolvenz damals erspart.

Johler Druck, gegründet 1876, beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf hochwertige Werbedrucksachen wie Zeitungsbeilagen und Kataloge. Gedruckt werden täglich bis zu zehn Millionen Zeitungsbeilagen, Broschüren, Flyer und Zeitschriften. Die Produktion erfolgt auf dem rund 20.000 m² großen Gewerbegrundstück in Neumünster, zu den Kernkunden gehören bedeutende Einzelhändler und Verlage, Finanzdienstleister, Reiseveranstalter sowie die Modebranche.

Die Nord Offset Druck GmbH ist in der Branche als Spezialist für den Druck von Umschlägen hochauflagiger Zeitschriften und sonstiger Periodika bekannt. Der Maschinenpark besteht unter anderem aus mehreren Rollenoffset-Maschinen sowie einer kompletten Vorstufe. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben als eine der wenigen Druckereien auf dem europäischen Festland den Inline-Druck von UV-Lack im Rollenoffsetdruck an.

Bei dem nun vereinbarten Übernahmevertrag wurde Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder von der Hamburger Apenberg+Partner GmbH beraten, die zu den bekanntesten Branchen-Consultants Norddeutschlands gehört. Bei dem Käufer handelt es sich nach Informationen von Druck&Medien um ein mittelständisches Druckunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, das seinen Sitz nahe der holländischen Grenze hat und etwa 35 Mitarbeiter beschäftigt.

Clemens von Frentz
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