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27.04.2017  Wirtschaft
Gute Chancen auf Rettung
Trotz der Insolvenzanmeldung vor vier Wochen stehen die Aussichten für einen Weiterbetrieb des Traditionsunternehmens gut. Dank Massekrediten kann die Produktion weiterlaufen, und mehrere Investoren haben Interesse bekundet.
Am 17. Juli musste die Papierfabrik Scheufelen Insolvenz anmelden. Vor allem die gestiegenen Energiekosten hatten die Liquidität des Unternehmens aufgefressen. Knapp vier Wochen später ist allerdings Licht am Horizont zu sehen.

Nachdem die Gläubigerbanken bereits am Tag der Insolvenz mit einem Massekredit den Weiterbetrieb gesichert hatten, sorgt nun ein weiteres derartiges Darlehen für ausreichende Finanzmittel in den kommenden Wochen.

Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Jobst Wellensiek mitteilte, liegen derzeit Papierproduktion und Absatz über Plan. Alle nach Antragstellung bestätigten Liefertermine konnten und können von Scheufelen eingehalten werden. Dies gilt auch für die Herstellung der Premium-Produkte, die weiterhin über dem Vorjahresniveau liegt.

Parallel geht die Suche nach einem Investor weiter, die bereits vor der Insolvenz begonnen hatte. Wie Axel Scheufelen, Mitglied der Geschäftsführung, gegenüber Druck&Medien erklärte, betreuen die Investmentbank Houlihan Lokey in Frankfurt und das Beratungsunternehmen Concentro Management bereits seit längerem die Suche.

Nach Bekanntwerden der Insolvenz meldeten zusätzlich zu den Interessenten, mit denen Scheufelen schon länger verhandelt, auch Spezialisten für insolvente Unternehmen ihr Interesse an. Laut Axel Scheufelen haben die Verhandlungen in den vergangenen eineinhalb Wochen große Fortschritte gemacht, und intern gibt es bereits eine Liste der Wunschkandidaten.
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