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26.04.2017  Wirtschaft
Getrübte Geschäfts-Erwartungen
Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage in der Druckindustrie hat sich verschlechtert. Auch die Einschätzung für die nächsten sechs Monate fällt pessimistischer aus als in den vergangenen Wochen. Das geht aus dem April-Konjunkturtelegramm des bvdm hervor.
35 Prozent der Auskunftgebenden geben an, dass sie Druckerzeugnisse exportieren. Die Auslastung ihrer Exportmöglichkeiten beurteilen sie mit einem Saldo von –12 Prozent zwar erstmals seit sechs Monaten um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat verbessert, aber immer noch als unbefriedigend.

Im nächsten Quartal:
Das Geschäftsklima als Mittelwert aus aktueller Geschäftslage und den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate ist ein Indikator für die Entwicklung im nächsten Quartal. Dem "Oster-Sprung" in den positiven Bereich mit dem März-Wert von +2 Prozent folgt in der Grafik nun wieder der Fall unterhalb der Nulllinie auf –7 Prozent, den Wert wie schon im Februar. Im gleichen Vorjahresmonat lag der Wert bei +11 Prozent, d.h. die Erwartungen für die nahe Zukunft waren wesentlich optimistischer.

Im nächsten Halbjahr:
Die Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr bleiben gegenüber dem Vormonat unverändert (3 und 4/08: –5 Prozent, 2/08: –6 Prozent, 1/08: –8 Prozent,). 12 Prozent erwarten eine verbesserte, aber 17 % eine ver¬schlechterte Geschäftslage, 71 Prozent erwarten keine Änderungen. Im Vorjahresmonat April 2007 hatte der Antwortsaldo +13 Prozent betragen. (bvdm)


Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als Saldo aus positiven und negativen Antwortanteilen liegt mit –9 Prozent exakt konträr zum März-Wert und ist damit um 18 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Die Produktionsentwicklung im Vormonat war aufgrund des "Oster-Effektes" im März auf –1 Prozent gestiegen und ist nun im April mit –18 Prozent wieder in die Nähe des Februar-Wertes (–23 Prozent) gesunken. Ebenso hat sich die Einschätzung der Nachfragesituation um 8 Prozentpunkte verschlechtert und verharrt mit –19 Prozent im Negativbereich. Die Einschätzung der Auftragsbestände ist mit einem Wert von –38 Prozent sehr unbefriedigend. Sie ist gegenüber März um weitere 21 Prozentpunkte gesunken.
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