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28.04.2017  Wirtschaft
Rund 170 Mitarbeiter sollen gehen
Das Tiefdruck-Unternehmen will wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Branche zahlreiche Stellen am Standort Mönchengladbach abbauen.
Nachdem bereits die Schlott-Gruppe in den vergangenen Wochen den Abbau zahlreicher Stellen beschlossen hatte, will nun auch der Tiefdruck-Konzern  Schwann-Bagel (TSB) sein Personal reduzieren. Betroffen ist der Standort Mönchengladbach-Neuwerk, an dem derzeit noch etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Entsprechende Verhandlungen mit dem Betriebsrat sind kürzlich aufgenommen worden. Dieser hatte die Belegschaft vor Ostern über die geplante Maßnahme informiert.

Geschäftsführer Udo Bogner sagte nach Angaben der "Rheinischen Post", das größte Kostenproblem habe man in der Weiterverarbeitung. Dort soll der Großteil der für den Abbau vorgesehenen 170 Arbeitsplätze wegfallen. Die Maßnahmen sind laut Bogner unumgänglich, um den Standort Mönchengladbach zu erhalten. Betriebsratschef Malte Schaidl sagte gegenüber der "Westdeutschen Zeitung": "Wir wissen noch nicht viel, aber wir spüren den Druck der Mitbewerber schon länger."

TSB ist eine der größten verlagsfreien Druckereien Europas. Gegründet wurde die Tiefdruck Schwann-Bagel GmbH & Co. KG im Jahr 1974. Das nicht börsennotierte Unternehmen gehört zur Bagel-Gruppe, die seit 1801 in Familienbesitz ist.

Stammsitz des Konzerns ist Mönchengladbach. Die dortige Druckerei, die im Stadteil Neuwerk neben der Großbrauerei Oettinger liegt und sowohl Tiefdruck- als auch Rollen- und Bogenoffset-Produkte erstellt, hatte 1962 ihren Betrieb aufgenommen. Damals beschäftigte das Werk 300 Mitarbeiter, im Jahr 2002 waren es bereits rund 1.000. Durch mehrere Restrukturierungen wurde die Belegschaft in den Folgejahren auf 600 Mitarbeiter reduziert.

Clemens von Frentz
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