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06.02.2008  Wirtschaft
"Wir sind guter Hoffnung"
Nach dem Insolvenz-Antrag hat bei der angeschlagenen Arquana AG in Neumünster das Aufräumen begonnen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder sucht nach neuen Investoren. Druck&Medien sprach mit dem Hamburger Anwalt.
Am Ende behielten die Skeptiker recht, die bereits kurz nach dem Start der Arquana International Print & Media AG am Konzept der börsennotierten Druck-Holding gezweifelt hatten. Nachdem im November 2007 noch von "umfangreichen Sanierungs-Maßnahmen" die Rede war, musste das Unternehmen am 7. Januar beim Amtsgericht Neumünster Insolvenz-Antrag für sich und die Beteiligungen Johler Druck GmbH, Arquana Sales GmbH und Arquana Media GmbH stellen.

Zur Begründung hieß es, die Gesellschaften seien "drohend zahlungsunfähig beziehungsweise überschuldet, da sie über keine vom Konzern unabhängigen Finanzierungsquellen verfügen und die vorhandenen Zahlungsmittel im Laufe der nächsten Zeit ausgehen" würden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder aus der Hamburger Sozietät Johlke, Niethammer & Partner. Schröder gilt als erfahrener Insolvenzverwalter und hat bereits zahlreiche Erfolge vorzuweisen.

Die aktuelle Situation bei der Arquana AG und ihren Töchtern vergleicht er bildlich mit der Intensivstation eines Krankenhauses. Schröder wörtlich: "Was wir jetzt brauchen, ist eine Stabilisierung des Patienten, damit in Ruhe nach einer zukunftssicheren Lösung gesucht werden kann. Daran arbeiten wir im Augenblick auf Hochtouren, und es gibt sehr ermutigende Fortschritte. Wir sind guter Hoffnung, dass wir wie geplant noch im ersten Quartal 2008 Investoren für die Standorte Neumünster und Ellerbek finden."

Fachkundige Unterstützung erhält  Schröder von der Hamburger Unternehmensberatung Apenberg + Partner. Der Plan sieht vor, so schnell wie möglich Käufer für die betroffenen Betriebe Johler und Nordoffset zu finden, um eine dauerhafte Fortführung zu ermöglichen. Nach Auskunft Schröders gab es bereits erste Gespräche mit Interessenten, darunter auch Finanzinvestoren.

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Clements von Frentz
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