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25.04.2017  Wirtschaft
Trauer um Seniorchef
Im Alter von 94 Jahren ist der langjährige Inhaber der Papierfabrik Scheufelen in Oberlenningen am 26. Januar verstorben.
Er führte das Familienunternehmen von 1950 bis 1984 und prägte dessen Entwicklung maßgeblich. Unter seiner Regie - und damit bereits in der dritten Generation - wurde die Papierfabrik durch die Papiermaschinen V und VI erweitert.

1937 schloss Klaus-H. Scheufelen das Studium der Papierfabrikation an der Technischen Hochschule Darmstadt ab. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er als Entwicklungsingenieur für Raketen in Peenemünde. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern setzte er nach dem Krieg in den USA fünf Jahre lang die Raketenentwicklung fort. Zurück in der Heimat wurde er Geschäftsführer und technischer Leiter im elterlichen Unternehmen.

Neben dem Aufbau der Fabrik engagierte sich der Unternehmer in der Politik und für Heimatvertriebene. Er war Gründungsmitglied und treibende Kraft der Heimbau Genossenschaft, durch die in der Ortschaft Hochwang viele Heimatvertriebene günstigen Wohnraum oder Grundstücke erwerben konnten. Seit 1952 gehörte er der CDU an, war Mitglied des Vorstands der CDU-Bundespartei und langjähriger Vorsitzender des Landes– und Bezirksverbandes Nord-Württemberg. Zusätzlich war er in verschiedenen Aufsichts- und Verwaltungsräten anderer Firmen tätig.

Bis ins hohe Lebensalter war er sportlich aktiv: Noch mit 92 Jahren fuhr er mit seiner Familie Ski, segelte und golfte. Seit 1939 war er mit seiner Frau Rita verheiratet.

Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, 1. Februar um 12 Uhr in der evangelischen Kirche St. Martin, Oberlenningen, statt.

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