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28.04.2017  Wirtschaft
Stimmung bleibt getrübt
Zum Jahresabschluss 2016 bleibt die Lage in der Druckbranche gedämpft. Der saisonale Einfluss fiel im schwächer als sonst aus.
Im Dezember 2016 hat sich die Stimmung in der Druck- und Medienwirtschaft erneut eingetrübt. Der saisonbereinigte Index zur Beurteilung der aktuellen Geschäftslage ging um 0,7 Prozent auf 107,3 Zähler zurück. Dabei wurde das Vorjahresniveau um 3,3 Prozent unterschritten. Die Druckunternehmer blickten auch weiterhin skeptischer in die Zukunft. Der saisonbereinigte Index ihrer Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sank gegenüber dem Novemberwert um 1,8 Prozent auf 96,8 Zähler. Zudem lag das Vorjahresniveau um 4,1 Prozentpunkte höher.

Die Entwicklung des saisonbereinigten Geschäftsklimaindexes der Druckindustrie – ein geometrisches Mittel der Geschäftslagebeurteilung und der Geschäftserwartungen – spiegelt die negativen Tendenzen der zwei Berechnungskomponenten des Indexes wider. Das Indexniveau zählte im Dezember 2016 101,9 Punkte und lag 1,2 Prozent unter dem Wert des Vormonats beziehungsweise 3,7 Prozent unter dem des Vorjahres.

Die negative Beurteilung der aktuellen Geschäftslage dürfte unter anderem auf den vergleichsweise schwachen saisonalen Einfluss zurückzuführen sein, so der bvdm. Denn sowohl die saisonunbereinigte Geschäftslagebeurteilung als auch die wichtigsten Indikatoren, die diese Beurteilung beeinflussen – etwa der Auftragsbestand und die Entwicklung der Produktion und Nachfrage­situation im Vormonat –, veränderten sich im Dezember gegenüber dem Vormonat positiv, nicht jedoch gegenüber dem Vorjahr.

Bezeichnender­weise berichteten zudem 57 Prozent der befragten Druckunternehmen, dass sie mit Überstunden arbeiten. Die Erwartungsbildung schien hingegen von zurückgehenden Produktionsplänen und dem abnehmenden Export­geschäft beeinflusst worden sein. (kü)
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