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28.04.2017  Wirtschaft
Gemeinsame Produktion
Drei Druckereien haben sich in Österreich zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Produktion zu etablieren. Die Weiterverarbeitungstechnik stammt von Heidelberg.
In Bad Vöslau, zwanzig Kilometer südlich von Wien, wird derzeit ein neues Projekt in der Printbranche realisiert. Die österreichischen Druckereien Agensketterl, AV+Astoria und Grasl Fair Print haben ihre Produktion unter einem Dach zusammengeführt. Dabei treten die Firmen am Markt selbstständig auf, die gemeinsame Produktion findet am Standort in Bad Vöslau statt.

"Mit diesem Schritt haben wir eine Unternehmensgröße erreicht, die uns wettbewerbsfähig macht und mit der wir gemeinsam unsere Aktivitäten in Österreich ausbauen können", erklärt Walter Grasl, Geschäftsführer von Grasl Fair Print. "Dafür suchten wir auch nach einer Lösung für eine gemeinsame Weiterverarbeitung. Dabei wurden einige Bereiche durch Investitionen in innovative Maschinenkonzepte gänzlich neu aufgestellt, um eine wirtschaftliche und effiziente Produktion zu ermöglichen."

Den Zuschlag für die Falztechnologie erhielt Heidelberg. Aus ehemals sechszehn Falzmaschinen sind nun acht Maschinen geworden, darunter zwei neue Stahlfolder TX 96 mit dem PFX-Anleger und zwei Stahlfolder TH 66. Im September folgt noch ein neues Polar Pace Cutting System, um auch im Prozessschritt Schneiden optimal aufgestellt zu sein. Die beiden Stahlfolder TX 96 sind über den Prinect Postpress Manager in den Workflow der vollstufigen Druckerei integriert. Damit werden arbeitsgenaue Daten über Mengen und Zeiten in Echtzeit gewonnen.

Grasl Fair Print beliefert Kunden im Großraum Wien, sowie in ganz Österreich und über die Grenzen hinaus. Heute arbeiten mehr als 180 Mitarbeiter, die Werbedrucken aller Art sowie Bücher, Geschäftsberichte und Kataloge herstellen, bei dem Dienstleister. Gearbeitet wird in drei Schichten. Im Drucksaal stehen 38 Druckwerke in den Formaten 35 x 50, 70 x 100 und 100 x 145 – sowohl von Heidelberg als auch von anderen Herstellern.

Walter Grasl hat bereits die nächsten Projekte in der Umsetzung – zum einen wird die Vernetzung der Weiterverarbeitung weiter ausgebaut, beispielsweise mit der Remotefähigkeit der neuen Falzmaschinen, um eine Fernwartung umsetzen zu können. Neben der Transparenz der Produktionsdaten sollen zum anderen auch die Logistikprozesse rund um die Falzmaschinen optimiert werden. (kü)
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