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28.04.2017  Wirtschaft
Verkauf an Giesdorf eingeleitet
Das insolvente Unternehmen Merkur Druck aus Detmold soll veräußert werden. Den Zuschlag erhält die Giesdorf-Mediengruppe.
Die Sanierung von Merkur Druck steht kurz vor dem Abschluss. Der vorläufige Gläubigerausschuss hat Rechtsanwalt Martin Schmidt von der Kanzlei Andres Partner in seiner Funktion als vorläufiger Insolvenzverwalter der Gesellschaft einstimmig beauftragt, den Verkauf von Merkur Druck an die Giesdorf-Mediengruppe vorzubereiten und kurzfristig umzusetzen.

Sanierungsexperte Schmidt hat kurz nach seiner Bestellung einen Verkaufsprozess aufgesetzt und Gespräche mit interessierten Investoren geführt. Die Giesdorf-Mediengruppe, die Anfang Juli 2016 bereits wesentliche Vermögenswerte der Detmolder Farb Werk Produktions GmbH aus der Insolvenz übernommen hatte, hat sich dabei im geordneten Bieterverfahren gegen verschiedene Interessenten durchgesetzt.

Entscheidend für den Zuschlag sei das Gesamtkonzept der Mediengruppe, mit dem es Merkur Druck möglich sein soll, Vertriebs- und Produktionssynergien in der Druck- und Medienbranche zu erschließen. "Wir sind zuversichtlich, schnellstmöglich eine Einigung über die vertraglichen Details zu erzielen", sagt Schmidt, der auf dem Weg der übertragenden Sanierung Standort sowie einen nennenswerten Teil der 55 Arbeitsplätze des Print- und Packaging-Spezialisten sichern will.

Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Ende Juli 2016 eröffnet. Die Entscheidung darüber liegt beim zuständigen Amtsgericht in Detmold. Merkur Druck hatte Anfang Mai 2016 beim zuständigen Amtsgericht in Detmold Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat daraufhin Rechtsanwalt und Steuerberater Martin Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. (kü)
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