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28.04.2017  Wirtschaft
Hohe Investitionen geplant
Die Thimm Gruppe blickt auf das Geschäftsjahr 2015 zurück. Für das laufende Jahr sind Investitionen in Millionenhöhe geplant.
Mit einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent auf 558 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015 ist die Thimm Gruppe weiter auf Expansionskurs. Das operative Ergebnis EBITDAR lag mit 49,8 Millionen Euro und 8,9 Prozent vom Umsatz unter dem Wert des Vorjahres (2014: 10,4 Prozent). Mit 31,6 Millionen Euro investierte Thimm in den weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe (Vorjahr: 24,4 Millionen Euro).

Per 31. Dezember 2015 beschäftigte Thimm 3.021 Mitarbeiter (2014: 2.827) an 20 Standorten in sechs Ländern. Neue Stellen sind überwiegend in Deutschland entstanden (plus 9,8 Prozent). Bundesweit bildete das Unternehmen 115 Auszubildende in acht Berufen und einem dualen Studiengang aus.

Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung Thimm Gruppe: "Unser Konzept der selbständig am Markt agierenden Geschäftsbereiche sehe ich nach wie vor als Erfolgsfaktor für langfristiges Wachstum." Haupttreiber des Umsatzwachstums von 4,7 Prozent im vergangenen Jahr war die Ausweitung des Geschäftes mit Schlüsselkunden im Bereich der Multimaterial- und Spezialverpackungen. Die internationalen Aktivitäten, insbesondere in Zentral- und Osteuropa, leisteten ebenfalls einen guten Beitrag zur Unternehmensentwicklung.

Schliep: "Das operative Ergebnis liegt unter unseren Erwartungen. Mit 8,9 Prozent vom Umsatz stellt sich der EBITDAR aber vor dem Hintergrund der Markt- und Branchenentwicklung noch zufriedenstellend dar. Unser Ziel ist es, die Marge nachhaltig im zweistelligen Bereich zu etablieren."

Wesentliche Investitionsfelder 2015 waren die weitere Modernisierung der bestehenden europäischen Wellpappenwerke sowie der Grundstückserwerb und Baubeginn für das neue und deutlich größere Werk "Holledau" in Bayern, mit dem Thimm Anfang 2017 die bisherige Wellpappenfabrik in Unterschleißheim ablösen will. Darüber hinaus investierte das Unternehmen in die Erweiterung der Produktionstechnik der Display-Sparte sowie in den Aufbau neuer Standorte im Segment der Multimaterial- und Spezialverpackungen in Germersheim und Puebla, Mexiko.

Für das laufende Jahr plant die Thimm Gruppe Investitionen von über 70 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Summe wird in den Bau der neuen Wellpappenfabrik "Holledau" in Bayern fließen. Schliep: "In diesem modernen und deutlich größeren Werk bringen wir Kundennähe, Flexibilität und Industrie 4.0 zusammen. Es wird das erste Werk der Wellenpappenindustrie sein, das für die Einführung autonomer Produktionsprozesse vorbereitet sein wird."

Ziel dieser Investition ist es, den bayrischen Markt für Wellpappenverpackungen vollständig zu erschließen und die Produktion für den süddeutschen Raum und die angrenzenden Exportmärkte dort zu bündeln. In den europäischen Wellpappenwerken der Firmengruppe, die in den vergangenen Jahren sukzessive modernisiert und ausgebaut wurden, erwartet die Geschäftsführung im laufenden Jahr spürbare Mengenzuwächse durch erweiterte Auftragspakete. Gleiches gilt für das Segment der Transportbehälter und Spezialverpackungen aus verschiedenen Materialkombinationen. Mit der Fertigstellung der Standorte Germersheim und Puebla/Mexiko werden die Produktionskapazitäten in dem Bereich nahezu verdoppelt. In Summe plant die Thimm Gruppe für das Jahr 2016 ein Umsatzwachstum von circa sieben Prozent. (kü)
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