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26.04.2017  Wirtschaft
Differenziertes Bild
In der deutschen Druck- und Medienindustrie gibt es Licht und Schatten: Die Stimmung befindet sich laut Konjunkturtelegramm auf einem Jahreshoch, die Erwartungen jedoch auf einem Jahrestief.
Die Stimmung in der deutschen Druckindustrie hat sich gegenüber dem Vormonat erneut verbessert. Der saisonbereinigte Index der aktuellen Geschäftslagebeurteilung legte im Juli um 3,3 Prozent zu und betrug 118,3 Zähler. Damit setzte sich der Aufwärtstrend der letzten drei Monate fort. Das erreichte Stimmungsniveau markiert neben dem bisherigen Jahreshoch auch den höchsten Stand seit 1991.

Gründe für das Stimmungshoch dürften in der für die Saison unüblich positiven Bewertung der Geschäftslage liegen. Diese fiel gegenüber dem Vorjahresmonat günstiger aus. Ebenfalls bessere Werte als im Vormonat wiesen jedoch auch die entscheidenden Indikatoren wie die Entwicklung der Produktion, die Nachfrage und die Auftragsbestände auf.

Die saisonbereinigte Lageeinschätzung im Verarbeitenden Gewerbe hat sich dagegen leicht verschlechtert. Der entsprechende Index ging von 98,8 auf 98,7 Punkte zurück.Die Geschäftserwartungen der Druckindustrie für die nächsten sechs Monate verschlechterten sich im Juli 2015. Mit 91,0 Zählern liegt der saisonbereinigte Index 2,1 Prozentpunkte tiefer als im Juni und 3,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.

Die Skepsis wird neben den eingetrübten Exportaussichten zusätzlich von der negativen Entwicklung der Verkaufspreise in den kommenden drei Monaten genährt.Der saisonbereinigte Geschäftsklimaindex der Druckindustrie - ein geometrisches Mittel der Geschäftslagebeurteilung und der Geschäfts­erwartungen - stieg im Juli 2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 103,8 Zähler an. (kü)
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