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28.04.2017  Wirtschaft
Additives Druckverfahren
Siegwerk und Merck haben gemeinsam ein neues Druckverfahren entwickelt. Es basiert erstmals auf dem additiven Prinzip; die Farben werden auf einen schwarzen Hintergrund gedruckt.
In enger Kooperation mit dem langjährigen Partner Merck hat Siegwerk das neu entwickelte Druckverfahren der additiven Farbmischung mit Perlglanzpigmenten realisieren können. Die ersten Druckerzeugnisse werden auf der European Coatings Show 2015 in Nürnberg ausgestellt.

Jeder kennt es: das tiefe Schwarz des Fernsehers, auf dem per Knopfdruck ein vielfältiges RGB- Farbenspektrum erscheint. Diese Idee hat Merck nun für ein neues Druckverfahren übernommen und zum Patent angemeldet: Anstelle der Reproduktion von Bildern mit den vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) auf weißem Untergrund (subtraktive Farbmischung), kommen hierbei die Perlglanzfarben Rot, Grün und Blau (RGB) auf schwarzem Untergrund (additive Farbmischung) zum Einsatz.

Diese Perlglanzfarben hat Siegwerk mit Pigmenten von Merck produziert. Für das RGB-Verfahren musste eine völlig neuartige Reproduktionstechnik in der Druckvorstufe entwickelt werden.

"Die Bildreproduktion mittels additiver Farbmischung ist prinzipiell unabhängig vom verwendeten Druckverfahren, allerdings ist das Tiefdruck-Verfahren dafür prädestiniert, weil es die besten Voraussetzungen zur Übertragung der Perlglanzpigmente mit sich bringt. Das neue Verfahren ist geschäftsbereichsübergreifend einsetzbar - hier öffnen sich kreative Möglichkeiten und Einsatzgebiete für verschiedenste Anwendungen", erläutert Wolfram Gieseke, Head of R&D BU Tobacco bei Siegwerk, der die Kooperation mit Merck begleitet hat. Die Druckerzeugnisse wurden als Kooperationsprojekt in Nürnberg auf der diesjährigen European Coatings Show am Merck-Stand präsentiert. (kü)
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