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Margrethe Vestager
26.04.2017  Wirtschaft
Hohe Strafen gegen Briefumschlag-Kartell
Die EU-Kommission hat Medienberichten zufolge hohe Strafen gegen ein Briefumschlag-Kartell verhängt. Die höchste muss der deutsche Anbieter Mayer-Kuvert zahlen.
Das Heilbronner Unternehmen Mayer-Kuvert muss fünf Millionen Euro Bußgeld bezahlen. Insgesamt waren nach Ansicht der EU-Kommission fünf Firmen an dem Kartell beteiligt, das europaweit agierte. Zusammen müssen sie 19,5 Millionen Euro bezahlen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte Thomas Schwarz, Geschäftsführer von Mayer-Kuvert, dass man sich noch nicht entschieden habe, ob man gegen die Geldbuße vorgehe. 

Weitere Firmen, die an dem Kartell beteiligt waren, sind die Bong aus Schweden, Tompla aus Spanien sowie GPV und Hamelin aus Frankreich. GPV ist mittlerweile auch ein Teil von Mayer-Kuvert. Die Preisabsprachen sollen zwischen Oktober 2003 und April 2008 stattgefunden haben, Hamelin sei ab November 2003 beteiligt gewesen. 

"Mehr als vier Jahre lang haben diese Umschlaghersteller, anstatt in fairen Wettbewerb zu treten, künstliche Preiserhöhungen in einer Reihe von Mitgliedsstaaten vereinbart", so EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. "Das Kartell wurde von Top-Managern betrieben", sagte sie weiter. (kü)
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