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27.04.2017  Wirtschaft
Schwarze Zahlen im Blick
Heidelberger Druckmaschinen sieht sich nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr auf Kurs: Ziel bleibe ein Konzern-Jahresüberschuss.
Das operative Ergebnis weist nach drei Quartalen einen verbesserten Wert gegenüber dem Vorjahr aus. Im dritten Quartal lag das Ebitda trotz geringeren Umsatzes auf Vorjahresniveau. Damit liegt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Plan, um die angestrebten Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen.

"Heidelberg hat nach neun Monaten bei der Profitabilität deutliche Fortschritte gemacht", sagte Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. "Da wir im Abschlussquartal einen anziehenden Umsatz und ein steigendes Ergebnis erwarten, sind wir weiter zuversichtlich, unser Jahresziel eines Jahresüberschusses zu erreichen."

Der Konzernumsatz lag im Berichtszeitraum nach neun Monaten bei 1,685 Milliarden Euro, verglichen mit dem Vorjahr und 1,905 Milliarden Euro. Rund ein Drittel des Rückgangs basiere auf negativen Währungseffekten. Eine Belebung der Nachfrage war in der Region North America - insbesondere den USA - zu verzeichnen.

Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde trotz rückläufiger Umsätze die operative Gewinnschwelle überschritten. So stieg das Ebitda ohne Sondereinflüsse nach drei Quartalen von 4 Millionen Euro im Vorjahr auf 67 Millionen Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebit) ohne Sondereinflüsse wurde nach neun Monaten von minus 58 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro gesteigert. Damit weist Heidelberg erstmals im laufenden Geschäftsjahr kumuliert ein positives Ebit aus.

Im Berichtszeitraum betrug das Finanzergebnis nach drei Quartalen minus 41 Miollionen Euro, im Vorjahr waren es minus 36 Millionen Euro. Das Vorjahr beinhaltete positive Einmaleffekte aus Steuererstattungszinsen. Nach neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern von minus 118 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 32 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand im Heidelberg-Konzern blieb zum 31. Dezember 2013 mit 588 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal mit 598 Millionen Euro stabil. Die Mitarbeiterzahl lag zum 31. Dezember 2013 bei 12.851, zuzüglich 621 Auszubildender. Im Vorjahr waren es 13.901, zuzüglich 662 Auszubildender.

Ausblick


Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2013/2014 mit dem Ziel, einen Konzern-Jahresüberschuss zu erzielen, gilt unverändert. Um für die Volatilität einzelner Märkte und Geschäftsfelder auch zukünftig gut gerüstet zu sein, müsse die operative Gewinnschwelle weiter gesenkt werden. In diesem Zusammenhang setzt Heidelberg neben den Maßnahmen des Effizienzprogramms Focus Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitszeit ein. Daneben wird auch weiterhin eine Verbesserung der produktspezifischen Deckungsbeiträge forciert, sodass sich das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse klar verbessern und insgesamt deutlich höher ausfallen soll als im Vorjahr.

Aufgrund anhaltend ungünstiger Wechselkursentwicklungen gegenüber dem Euro, der damit in Zusammenhang stehenden Investitionszurückhaltung in einigen Märkten sowie des Abbaus margenschwacher Geschäfte erwartet das Unternehmen, dass der Gesamtjahresumsatz um rund 10 Prozent unter dem Vorjahr liegen wird.

Es werden im Rahmen von Focus im laufenden Geschäftsjahr weitere Sonderaufwendungen anfallen. Das Finanzergebnis wird sich gegenüber dem nach IAS 19 (2004) berichteten Vorjahreswert verbessern. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen und angesichts des bereits erzielten positiven Trends in den ersten drei Quartalen strebt das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013/2014 unverändert einen Konzern-Jahresüberschuss an. (kü)
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