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15.08.2013  Wirtschaft
Mehr Taschenbücher und E-Books
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. hat die neue Ausgabe von „Buch und Buchhandel in Zahlen“ veröffentlicht. Die Marktuntersuchung zeigt die Gewinner und Verlierer des vergangenen Jahres.
Der deutsche Buchmarkt befindet sich in einer Phase des Wandels. Die umfangreiche Übersicht „Buch und Buchhandel in Zahlen 2013“, die jetzt gedruckt erschienen ist, zeigt ein detailliertes Bild der Branche.

Insgesamt haben Buchhandlungen und Verlage im vergangenen Jahr 9,52 Milliarden Euro mit Büchern und Fachzeitschriften umgesetzt. Das ist ein leichtes Minus von 0,8 Prozent. 2011 lag der Umsatz bei 9,60 Milliarden Euro.

Immer mehr Erstveröffentlichungen kommen als Taschenbuch auf den Markt. Waren es vor fünf Jahren noch 10,3 Prozent aller Neuerscheinungen, die als Taschenbuch veröffentlicht wurden, so sind dies aktuell 13,8 Prozent. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 12,6 Prozent. Mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) aller Taschenbuch-Neuerscheinungen entfallen inzwischen auf den Belletristik-Bereich. Im Vorjahr waren dies noch 48,9 Prozent.

Das Hardcover bleibt „der wichtigste Umsatzbringer für den Buchhandel“. Im untersuchten Zeitraum erzielten gebundene Bücher 71,2 Prozent der Umsätze. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2011, als der Wert bei 71,5 Prozent lag.

Der E-Book-Bereich hat wiederum stark zugelegt. Der Umsatz für elektronische Bücher hat sich 2012 in Deutschland mit einem Umsatzanteil von 2,4 Prozent verdreifacht (2011: 0,8 Prozent). Ähnliches gilt für die Anzahl der Titel. 2011 wurden in Deutschland noch 4,3 Millionen E-Books verkauft, 2012 sind es 13,2 Millionen.

Der Verkauf von Hörbüchern hat sich im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert. Der Anteil liegt derzeit bei 3,8 Prozent aller Einnahmen. Doch noch vor fünf Jahren konnten Audiobücher einen Wert von 4,8 Prozent erreichen.

Die Kaufgewohnheiten der Deutschen Leser ändern sich. Auf den Internethandel entfallen 16,5 Prozent aller Branchenumsätze. 2008 lag der Anteil bei 10,7 Prozent. Immer weniger Bücher werden hingegen über Buchgemeinschaften bezogen (1,8 Prozent in 2012 gegenüber 2,9 Prozent in 2008). Auch die Kaufhäuser mussten einen Rückgang beim Umsatz von 3,0 Prozent in 2008 auf aktuell 1,7 Prozent verbuchen. Dahingegen gingen bei Discountern und Tankstellen immer mehr Titel über den Ladentisch. Die „Sonstigen Verkaufsstellen“ stiegen von 9,2 Prozent in 2008 auf aktuell 9,7 Prozent.

„Buch und Buchhandel in Zahlen 2013“ umfasst 160 Seiten, bietet zahlreiche tabellarische Marktübersichten und kann beim Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels MVB erworben werden. (aoe)
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