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26.04.2017  Wirtschaft
Auf der Suche nach einem Investor
Ernst Nagel ist zahlungsunfähig: Der Weiterverarbeitungs-Spezialist hat Ende vergangener Woche beim Amtsgericht Stuttgart den Antrag auf Insolvenz gestellt.
Betroffen sind rund 30 Mitarbeiter. Die Suche nach einem strategischen Partner als Investor ist bereits aufgenommen. "Der Geschäftsbetrieb wird weitergeführt und soll in Zuge des Insolvenzverfahrens so umstrukturiert werden, dass er dauerhaft erhalten bleibt", so der vorläufige Insolvenzverwalter Wolfgang Bilgery von der Kanzlei  Grub Brugger.

Grund für die Insolvenz sei der Auftragseinbruch in Deutschland seit Jahresbeginn, der auch durch den guten Auftragseingang aus dem Ausland nicht ausgeglichen werden konnte. Mit einem Exportanteil von aktuell über 70 Prozent stünden die Vorzeichen für eine Fortführung und erfolgreiche Umstrukturierung des Unternehmens jedoch gut.

Das 1920 von Ernst Nagel gegründete Unternehmen befindet sich im Besitz der Nachfahren. Das Unternehmen fertigt Maschinen für die Druckweiterverarbeitung und die Buchbinderei. Service und Vertrieb erfolgen über Vertriebspartner. In Deutschland ist Ernst Nagel mit seinen Vertragshändler flächendeckend vertreten. Weltweit übernehmen in über 90 Ländern regionale Vertriebspartner den Verkauf und den Service der Produkte. (kü)
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