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28.04.2017  Wirtschaft
Ebner & Spiegel erneut in den Schlagzeilen
Nachdem Ebner & Spiegel weitere Druckaufträge der Salafisten noch im April öffentlich abgelehnt hatte, werden erneut 50.000 Korane in Ulm produziert. Update: CPI stoppt Auftrag und entlässt den Geschäftsführer der Druckerei.
Nach der öffentlichen Debatte um die Koran-Verteilaktionen hatte sich Ebner & Spiegel im April mit einem Auftragsstopp für die ins Deutsche übersetzten Korane von seinen als radikalislamistisch geltenden Auftraggebern distanziert. Jetzt hat die Ulmer Druckerei der „Welt“ zufolge jedoch neue Korane gedruckt.

Die Zeitung beruft sich auf interne Auftragsunterlagen der Druckerei, aus denen ein Verein mit der Bezeichnung „Nur für Dich e.V.“ als Auftraggeber hervorgehe. Herausgeber der 50.000 Exemplare der im Juni erscheinenden 6. überarbeiteten Auflage soll jedoch wie gehabt der Kölner Salafist Ibrahim Abou Nagie sein, der die kostenlosen Koran-Verteilaktionen in verschiedenen deutschen Städten initiiert hat.

Nach Bekanntwerden des neuerlichen Druckauftrags hat sich die Geschäftsleitung der CPI-Gruppe eingeschaltet. Einer Unternehmensmitteilung zufolge entließ sie den Geschäftsführer von Ebner & Spiegel, der auf eigene Faust gehandelt haben soll, und stoppte die noch laufende Produktion der Korane. Bereits fertige Teile sollen vernichtet werden. (ila)
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