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News / Wachstum in China
28.04.2017  Wirtschaft
Wachstum in China
Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat an ihrem chinesischen Fertigungsstandort in Qingpu bei Shanghai die Kapazitäten kräftig erweitert. Mitte der Woche wurden die neuen Hallen eingeweiht.
Seit dem Jahr 2005 montiert Heidelberg im eigenen Werk in Qingpu Falzmaschinen und Bogenoffsetmaschinen der Reihen SM 52 und SM 74. Insgesamt wurden seither über 1.000 Maschinen ausgeliefert; parallel zu den Einweihungsfeierlichkeiten der neuen Hallen wurden jeweils die 1.000sten Druckwerke beider Druckmaschinenreihen an chinesische Druckhäuser übergeben. Seit einiger Zeit werden zudem auch Speedmaster CD 102 in der bestehenden Hallen montiert. Die Kapazitäten reichten aber längst nicht mehr, sodass Heidelberg jetzt die Produktionsfläche auf 45.000 Quadratmeter erweiterte, was einer Verdreifachung der Fläche in vier Jahren entspricht. Damit ist Qingpu jetzt weltweit der zweitgrößte Fertigungsstandort Heidelbergs.
In Qingpu werden von allen Baureihen ausschließlich Vierfarb-Standardmaschinen montiert, zunehmend auch mit zugelieferten Teilen aus China, die überwiegend ebenfalls von in China ansässigen deutschen Unternehmen gefertig werden, hieß es bei einer Pressekonferenz. Zudem soll jetzt der Exportanteil der Standardmaschinen aus China in benachbarte Märkte schrittweise erhöht werden.

In den letzten Jahren war die Zahl der Mitarbeiter im Qingpu-Werk kontinuierlich auf 400 angestiegen, jetzt sollen bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres noch mindestens 100 hinzukommen.  Mit 420 Millionen Euro Jahresumsatz ist China für Heidelberg der derzeit Umsatz größte Einzelmarkt. Rund zwei Drittel der hier verkauften Maschinen kommen weiterhin aus deutscher Produktion. In das Werk Qingpu hat die Gesellschaft bisher, so der Vorstand, rund 50 Millionen Euro investiert; weitere 50 Millionen kommen hinzu für das Hochfahren der Montage und die Ausbildung.
Der chinesische Druckmarkt wächst rasant. "Da geht derzeit die Post ab", kommentierte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier. In den letzten fünf Jahren hat sich dieLeistung chinesischer Druckereien verdoppelt. In der Branche mit über 100.000 Betrieben sind 3,7 Millionen Menschen beschäftigt.
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