Handformerei in Amstetten eingeweiht
Heidelberg hat mit einer feierlichen Zeremonie den Serienbetrieb in der neuen Handformerei an ihrem Gießereistandort in Amstetten aufgenommen. Der Neubau mit einer Grundfläche von 3.000 Quadratmetern schließt an das bestehende Gießereigebäude an.
Der Neubau war notwendig geworden, um die Druckwerkseitenteile sowie die Druckzylinder für die Großformatmaschinen von Heidelberg mit einer Papierbogenbreite von bis zu 162 Zentimetern in den notwendigen Stückzahlen und in der entsprechenden Qualität produzieren zu können. Rund 20 Mitarbeiter stellen in dem neuen Produktionsbereich künftig Handformteile mit einem Einzelgewicht von bis zu acht Tonnen her. Das Investitionsvolumen beträgt rund vier Millionen Euro.
"Unsere Gießerei in Amstetten gehört zu den modernsten Anlagen dieser Art in Europa. Produktinnovationen von Heidelberg im High-end-Bereich haben auch immer zu Investitionen am Standort geführt und somit dessen Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt. Der Bau der neuen Handformerei ist ein weiterer Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Standortes Amstetten", sagte Standortleiter Thorsten Kirchmayer im Rahmen der Einweihungsfeier.
Die neue Handformerei ist so konzipiert, dass auch externe Unternehmen, beispielsweise aus den Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau oder der Windkrafttechnik, von der Kompetenz Heidelbergs bei der Herstellung von hochqualitativen Gussteilen profitieren können. "Im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung hat sich Heidelberg zum Ziel gesetzt, mit dem neuen Geschäftsfeld System Manufacturing, in dem wir unser Angebot für die externe Auftragsfertigung bündeln, mittelfristig einen jährlichen Umsatz von 100 Millionen Euro zu erzielen. Der Gießereistandort Amstetten mit seiner neuen Handformerei bildet dafür eine wichtige Voraussetzung", erläutert Stephan Plenz, Vorstandmitglied bei Heidelberg und in seiner Funktion auch verantwortlich für das Geschäftsfeld System Manufacturing. Mittlerweile setzen bereits rund 40 Unternehmen, vorwiegend aus Wachstumsbranchen, auf Heidelberg als Technologielieferanten. (kü)