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28.04.2017  Wirtschaft
Mehr Produktion als vor der Krise
Der europäische Verband der Haftetikettenhersteller Finat berichtet, dass sich die Branche gut von der Krise erholt hat und 2010 mehr produziert hat als 2007. Auch in Deutschland gab es eine deutliche Erholung.
Finat, der europäische Verband der Haftetiketten-Industrie, gab bekannt, dass sich die Nachfrage nach selbstklebenden Etikettenmaterialien in Europa im Jahr 2010 weiter stark erholt hat. Von dem auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Mitte 2009 verzeichneten niedrigsten Stand aller Zeiten hat die Nachfrage im Verlauf des Jahres 2010 wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Im vergangenen Jahr belief sich das Gesamtvolumen auf rund 5,7 Milliarden Quadratmeter. Das bedeutet einen Anstieg von 11,4 Prozent im Vergleich zu 2009 und einen Zuwachs von 3,5 Prozent gegenüber dem im Jahr 2007 vor dem Zusammenbruch der weltweiten Finanzmärkte erzielten Stand.
 
Dieses Wachstum basierte auf der starken Nachfrageerholung von 9,5 Prozent bei Rollen für papierbasierende Etikettenmaterialien, die etwa 70 Prozent der Gesamtnachfrage nach Haftetikettenmaterial ausmachen. Dieses Wachstum wurde jedoch noch von der Nachfrage nach Folienrollenmaterial (PE, PP usw.) übertroffen, die um 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag. Damit haben Folienmaterialien ihren Anteil an den Selbstklebematerialien in Europa von knapp über 15 Prozent zu Beginn des Jahrzehnts auf mehr als 22,5 Prozent im Jahr 2010 ausgebaut.
 
Geografisch gesehen wurde die Nachfrage von Ost- und Südeuropa (einschließlich der Türkei) vorangetrieben. Beide Regionen verzeichneten ein zweistelliges Wachstum von 20,6 Prozent beziehungsweise 13 Prozent. In den weiter entwickelten Staaten fiel die Nachfrage nach Haftetiketten moderater aus und lag bei 4,5 – 8,5 Prozent, obwohl Deutschland, die Niederlande, Italien und Spanien mit ihren zweistelligen Wachstumsraten am oberen Ende der Skala rangieren.
 
Dieser Aufschwung ist aber auch mit erheblichen Zukunftsrisiken und Problemen verbunden. Bereits Ende Sommer 2010 haben Finat-Mitglieder ihre Sorge um Störungen in der Lieferkette zum Ausdruck gebracht, die zu einem erhöhten Druck auf dem Rohstoffmarkt führten. Der von Finat durchgeführten Quartalsumfrage zufolge haben diese Probleme den Optimismus der Unternehmen zum Beginn des Jahres 2011 gedämpft, obwohl die Mehrzahl der Befragten sich weiter positiv zu den Geschäftsaussichten für die Branche äußerte. (dsc)
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