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Ulrich Eberl: "Der 3D-Druck bringt ein dreidimensionales Druckobjekt hervor."
13.04.2018  Menschen
"Wir verleihen zweidimensionalen Bogen die dritte Dimension"
Eberl Print wurde vor mehr als 150 Jahren als Verlagsdruckerei gegründet. Zeitungen werden schon lange nicht mehr in Immenstadt gedruckt, dafür High-End-Produkte. Ulrich Eberl, geschäftsführender Gesellschafter, und Erich Rametsteiner, Geschäftsführer, erklären, in welchem neuen Feld sie sich jetzt betätigen.
Herr Eberl, Sie haben eine ganz eigene Version des 3D-Drucks entwickelt, den so genannten "3D E" Druck. Was verbirgt sich genau dahinter?
Ulrich Eberl, geschäftsführender Gesellschafter: Der 3D-Druck bringt ja ein reales Objekt hervor, also zum Beispiel eine aus Kunststoff bestehende Reproduktion einer Comicfigur, ein Auto-Ersatzteil oder Zahnersatz. Der klassische Druck hingegen dient meist der Informationsweitergabe. Unser "3D E" – wir nennen es einfach so, weil wir Eberl heißen – bringt ein dreidimensionales Druckobjekt hervor, ist also so etwas wie eine Verbindung aus beidem – Information und Funktion!

Das müssen Sie genauer erklären.
Eberl: Wir haben ein zweidimensionales Stück Papier und dem verleihen wir eine dritte Dimension, indem wir es nach dem Stanzen, Rillen und Falzen aufrichten können. Dadurch entsteht im weitesten Sinne etwas Schachtelartiges, aber es ist immer noch ein gedrucktes Produkt.
 
Geben Sie uns doch bitte mal ein Beispiel.
Eberl: Wir haben hier eine Box, die ist aus sehr hochwertigem Karton, bedruckt und enthält zwei Flaschen eines exklusiven Kür- biskernöls. Sie hat nicht nur eine mechanische Dimension – man kann sie immer wieder öffnen und schließen – sie hat auch eine Verpackungsdimension und eine Informationsdimension, indem sie den Inhalt genau kennzeichnet.
 
Mit Verlaub: Da beschreiben Sie doch gerade schlicht und ergreifend eine Faltschachtel.
Erwin Rametsteiner, Geschäftsführer: Faltschachteln sind sehr auf industrielle Zwecke ausgerichtet. Da ist die Schachtel deutlich günstiger als der Inhalt. Das ist bei uns nicht unbedingt der Fall. Unsere Schachteln werten das Produkt auf. Das gilt schon alleine für den Karton. Der stammt in dem Fall von der Büttenpapierfabrik Gmund.

Wie Eberl-Print auf die Idee zum "3D E Druck" gekommen ist, welche Rolle der Außendienst spielt und warum das Unternehmen in der Beratungskompetenz seine große Stärke sieht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien. Das Abo kann hier bestellt werden, das Einzelheft hier und zum E-Papier im iKiosk geht es hier
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